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Naturkosmetik Marketing Ratgeber

So schreibst du das perfekte Rohstoff-Glossar für deine Marke

Aktualisiert: 30. Jan.

Egal ob natürlich oder konventionell, auf den meisten Websites von Kosmetikherstellern findet die potenzielle Kundschaft mittlerweile eine mehr oder weniger informative Übersicht der verwendeten Inhaltsstoffe. Je natürlicher und sozialverträglicher die angebotenen Beauty-Produkte, desto umfangreicher und liebevoller ist erfahrungsgemäß die Darstellung der eingesetzten Rohstoffe. Klar - ein kalt gepresstes und fair gehandeltes Arganöl lässt sich eben besser ins Rampenlicht rücken als ein x-beliebiger Farbstoff ohne hautpflegende Eigenschaften.


Naturkosmetik Rohstoff-Glossar

In diesem Artikel:

Vorbereitung und Recherche für dein Naturkosmetik-Glossar

Schritt 3 ✼ Keywords effektiv einsetzen: SEO für Naturkosmetik-Rohstoffe

Schritt 4 ✼ Strategische Verlinkungen im Glossar für maximale Wirkung

Schritt 5 ✼ Messung und Analyse des Erfolgs deines Rohstoff-Glossars

Schritt 6 ✼ Rohstoff-Glossar stets aktuell halten


Warum eine Inhaltsstoff-Übersicht für Naturkosmetikmarken unverzichtbar ist


Mit dem steigenden Interesse an Nachhaltigkeit, Gesundheit und sozialer Verantwortung, nahmen Suchanfragen für die Inhaltsstoffe von Hautpflegeprodukten in den vergangenen Jahren immer mehr zu. Damit stellt ein entsprechendes Verzeichnis eine nicht zu unterschätzende Traffic-Quelle dar. Besonders Unternehmen mit einer aufgeklärten und tendenziell eher konsumhinterfragenden Zielgruppe können an dieser Stelle durch Transparenz überzeugen und den Wissensdurst der Bedarfsgruppe stillen.


Doch bevor du nun den tausendsten Text über die Heilpflanze Aloe Vera schreibst oder darüber wie viel Feuchtigkeit ein Tropfen deiner niedermolekularen und veganen Hyaluronsäure binden kann, lass uns schauen worauf es bei solch einem Glossar ankommt! Andernfalls wirst du weder deiner Zielgruppe einen Mehrwert bieten, noch für ein besseres Ranking bei Google oder Ecosia (Bing) erzielen.


Vorteile:

✓ Platzierung von Keywords

✓ Gute Lesbarkeit durch Suchmaschinen

✓ Höhere Verweildauer durch guten Content

= bessere Sichtbarkeit & mehr Traffic


Vorbereitung und Recherche für dein Naturkosmetik-Glossar


Eine gute Vorbereitung spart in der operativen Umsetzung Zeit und Energie. Mach dich mit dem Thema vertraut und besuche die Websites verschiedener Kosmetikhersteller. Wie präsentieren diese Unternehmen die Inhaltsstoffe ihrer Produkte? Schau auch bei deinen direkten Mitbewerbern vorbei! Falls bei denen Produkten ein bestimmter Rohstoff im Mittepunkt steht (z.B. Produkte auf Aloe Vera Basis), dann googel diesen ebenfalls und bringe so in Erfahrung wie andere Unternehmen darüber schreiben.


Nachdem du dir ein paar Beispiele angeschaut hast, kannst du dir überlegen wie das Rohstoff-Glossar deiner Marke aussehen soll. Für manche Unternehmen ist es absolut ausreichend die Top 20 Inhaltsstoffe zu beschreiben. Bei einer Marke, die mit Transparenz wirbt, sollte sich jede einzelne INCI-Bezeichnung im digitalen Rohstoff-Glossar wiederfinden lassen.


Schritt 1

Übersicht der Rohstoffe


Erstelle zunächst eine übergeordnete Seite auf der du sämtliche Namen der in deiner Kosmetikprodukten enthaltenen Inhaltsstoffe präsentierst. Diese listen- oder tabellenartige Darstellung kann von Suchmaschinen besonders gut ausgelesen werden und sorgt für eine geballte Ladung an Keywords.

Naturkosmetik Inhaltsstoffe Übersicht

Schritt 2

Detail-Seiten der Rohstoffe


Erstelle nun für jeden Wirk- und Rohstoff eine separate Unterseite. Auf diese gehören erst einmal Standardinformationen wie die INCI-Bezeichnung, der botanische Name und allgemeine Informationen zur Wirkung auf die Haut. An diesem Punkt ist der Pflichtteil bereits erfüllt. Nun geht es darum die Seiten für deine Besucher lebendig zu gestalten und einen Mehrwert zu bieten. Dieser kann ganz unterschiedlich aussehen und informativ, humorvoll oder emotional sein und sollte unbedingt deinem Markenbild und der Unternehmenskommunikation entsprechen.


Grundsätzlich empfehle ich vor dem Schreiben des ersten Textes ein Template anzulegen, das all die Punkte enthält, die in deinen Rohstoff-Texten enthalten sein sollen.


Informativ:

Versorge deine Zielgruppe mit den gewünschten Informationen und lege noch eine Kirsche oben drauf. Nehmen wir als Beispiel die beliebte Hyaluronsäure. Ist die wirklich so gut wie alle behaupten? Ist die eigentlich vegan? Gibt es eine maximale Dosierung und wenn ja, wo liegt diese und was passiert, wenn sie überschritten wird? Welche Arten von Hyaluronsäure gibt es und bis in welche Hautschichten dringen diese ein? Schaut euch an was Beyer & Söhne aus diesem Thema herausholt.


Tipp: Bei Olionatura berichtet die Kosmetikexpertin Heike Käser höchst informativ und wissenschaftlich fundiert über eine Vielzahl kosmetischer Inhaltsstoffe. Auch die Hyaluronsäure wird beschrieben.


Emotional:

Gibt es besondere Geschichten, die deine Marke mit einem gewissen Rohstoff verbinden? Zum Beispiel mischt eine leidenschaftliche Creme-Rührerin und Bekannte von mir stets etwas Johanniskrautöl in ihren Pickel-Balsam. Grund hierfür sind neben den wundheilenden Eigenschaften dieses Rohstoffes vor allem deren stimmungsaufhellende Wirkung. Welch ein mitfühlender Gedanke, denn wer von uns kann nicht eine Extraportion Zuversicht gebrauchen, während er seine Unreinheiten der Öffentlichkeit präsentiert.


Außerdem kannst du an dieser Stelle über eure Anbauprojekte berichten, die Menschen unterstützen und die Natur schützen. Hierher passen all die kleinen Informationen, die für dich selbstverständlich, aber dem Kunden noch nicht bekannt sind.


Humorvoll:

Auch an dieser Stelle könnt ihr euch auf die Suche nach individuellen Geschichten und Fun Facts machen. Habt ihr während der Pandemie das gute Olivenöl zur Verfeinerung eines Salates genutzt, weil dank Hamsterkäufen im Einzelhandel nichts mehr zu finden war? Duftet die Kakaobutter so köstlich, dass jemand von ihr genascht hat?


Bedenke:

Leser, die über das Rohstoff-Glossar auf deine Website stoßen, werden überwiegend auf der Suche nach Informationen sein. Die Kunst liegt nun darin die neuen Besucher auf deine Marke und deine Produkte neugierig zu machen. Überlegen also was deine Rohstoffe von denen anderen Marken oder Hersteller unterscheidet und kommuniziere diese Alleinstellungsmerkmale. Vielleicht unterstützt du mit der Wildsammlung deiner Shea-Nüsse eine Frauenkooperative oder beziehst das Wallnussöl ganz regional von einer kleinen Mühle in Brandenburg? Ab damit in die Rohstoff-Texte.


Schritt 3

Keywords effektiv einsetzen: SEO für Naturkosmetik-Rohstoffe


Schauen Sie über den Tellerrand und führen Sie eine professionelle Keyword-Recherche durch. Der Arbeitsaufwand ist im Vergleich zum Schreiben des Textes und sammeln des Contents verhältnismäßig gering, kann aber zu deutlich mehr Aufrufen der Seite führen. Einige Beispiele:


Alternativbezeichnungen:

Dein toller Text über die Shea Butter kann von NutzerInnen, die nach „Schi-Butter“ oder „Karité-Butter“ suchen, nicht gefunden werden, wenn diese Begriffe nicht auch im Text eingebunden sind. Achte jedoch darauf, dass die Einbindung dieser Keywords dezent erfolgt und nicht den Lesefluss stört. Eine plumpe Aufzählung oder ständiges Wechseln der Begriffe wirkt unnatürlich.


Ergänzende Keywords:

Während du deinen natürlichen Lichtschutzfilter und deren hautfreundliche Eigenschaften beschreibst, dann erkläre doch auch warum du dich von bedenklichen LSFs distanzierst und wie diese heißen. In Verruf geratene Wirkstoffe werden teilweise häufiger gegoogelt als ihre natürlichen Gegenstücke, da der Verbraucher darauf bedacht ist etwas Schlechtes zu vermeiden. In deinen Sonnenschutz-Text könntest du dementsprechend die Begriffe Benzophenon, Octocrylen, PEG-Verbindungen, allergieauslösend, krebserregend, gefährlich und ÖKO-TEST, etc. einbinden, wenn es sich ergibt.

Naturkosmetik INCI-Glossar

Long-Tail Keywords:

Besonders häufig googeln Verbraucher nach Fragen. Sie sind nicht auf der Suche nach einem bestimmten Produkt, sondern meistens nach der Lösung eines Problems. Versetze dich in die Situation der VerbraucherInnen und überlege was sie in Sachen Haut- oder Haarpflege beschäftigt, welche Probleme oder Sorgen bestehen und wie deine Pflegeprodukte helfen können.


Beispiele für Fragen, die sich ins Rohstoff-Glossar einarbeiten lassen:

  • Was ist die empfohlene Konzentration für AHA-Säure / Fruchtsäure?

  • Verursacht Olivenöl Unreinheiten?

  • Für welche Hautbilder eignet sich Aloe Vera?

  • Macht Johanniskrautöl die Haut tatsächlich lichtempfindlicher?

Eine Sammlung von Fragen, zum Beispiel am Ende des jeweiligen Rohstoff-Textes, kann über strukturierte Daten als FAQ ausgewiesen werden und hat damit eine Chance bei Google als Rich-Snippet aufzutauchen. Rich Snippets sind die Ergebnistreffer bei Google, die mit visuellen Elementen angereichert werden. Das können Bilder, Bewertungen, Preise, aber eben auch Fragen bzw. Antworten sein.


Keyword-Recherche:

Falls dein Unternehmen über das nötige Kow-How und ausreichend Kapazitäten verfügt, kannst du die Keyword-Recherche selbst durchführen. Benutze hierfür unbedingt eine professionelle Software wie Sistrix oder Semrush. Diese sind zwar kostenpflichtig, stellen dafür aber weitaus mehr Informationen zur Verfügung. Auch der Google Keyword Planner und Google Trends können hilfreich sein den Ist-Zustand zu analysieren und Keyword-Chancen zu erkennen.


Alternativ kannst du die Keyword-Recherche an einen Freelancer oder eine Agentur outsourcen. Achte dabei auf Branchenerfahrung, da häufig nach Zeitaufwand abgerechnet wird. Ein Dienstleister ,der „Octocrylen“ erst selbst googeln muss, wird dir diesen Aufwand natürlich in Rechnung stellen.


Schritt 4

Strategische Verlinkungen im Glossar für maximale Wirkung


Verlinkungen erhöhen tendenziell die Verweildauer auf deiner Website, was sich positiv auf das Ranking der gesamten Website auswirkt. Setze also überall dort Verlinkungen wo es sinnvoll ist.


Interne Verlinkungen:

Links, die auf Seiten deiner eigenen Domain verweisen, eignen sich im Rohstoff-Glossar zum Beispiel für ähnliche Inhaltsstoffe oder solche, die ähnliche Hautprobleme lösen. Vielleicht existieren sogar Unterseiten zu sozialen Anbauprojekten, die den Leser interessieren könnten. Betreibst du einen eigenen Online-Shop, sollten die Produkte verlinkt werden, die den jeweiligen Rohstoffe enthalten. Schließlich ist es nicht dein Ziel das beste Rohstoff-Glossar der Welt aufzubauen, sondern mit diesem Content die Conversions zu erhöhen und Umsätze zu generieren. Mit den Verlinkungen der Produkte schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn hierdurch kannst du bessere Rankings für die Produktseiten erzielen. Seiten auf die viele (auch interne) Verlinkungen verweisen, werden von den Suchmaschinen tendenziell als wichtiger empfunden und mit entsprechender Priorisierung in den Ergebnissen ausgespielt.


Externe Verlinkungen:

Dort wo es sich anbietet, solltest du gezielt externe Links setzen, solange diese nicht auf direktem Weg zur Konkurrenz führen. Der ein oder andere Besucher deiner Website möchte sicher etwas mehr über deine Anbauprojekte, die neuesten Öko-Test Ergebnisse, dermatologischen Studien, etc. erhalten. Damit erhöhet du deine eigene Glaubhaftigkeit und bietest gleichzeitig dem Leser einen Mehrwert. Auch ich habe in diesem Text externe Links gesetzt, die dir helfen sollen und dennoch hast du bis zu dieser Stelle weitergelesen 😊


In der Regel gelangen Nutzer über externe Links an gesuchte Informationen und kehren danach zur ursprünglichen Website zurück. Und wenn nicht? Dann verbucht Google die Nutzung des Links immerhin als positives User Signal für deinen Content und wird dich für ähnliche Suchanfragen tendenziell als relevanter einschätzen. Eventuell ist sogar die ein oder andere Website an einem Backlink, also einem Verweis auf Ihre Website, interessiert. Dies könnte sich doppelt positiv auf deinen Traffic auswirken.


Schritt 5

Messung und Analyse des Erfolgs deines Rohstoff-Glossars


Um das Maximum aus deinem Kosmetikrohstoff-Glossar herauszuholen, solltest du mindestens einmal im Jahr einen Content Audit durchführen lassen. Werte hiermit aus welche Rohstoff-Seiten viele Aufrufe verzeichnen und optimiere diese mit Priorität. Außerdem solltest du dich fragen ob sich von den stark frequentierten Seiten Optimierungsmaßnahmen für die schwächeren Rohstoff-Seiten ableiten lassen.


Seiten, die trotz Aktualisierungen und Optimierungen über einen längeren Zeitraum kaum Aufrufe verzeichnen, können gelöscht werden, da irrelevanter Content (auch auf Unterseiten) zu einer schlechteren Bewertung in den Google-Ergebnissen führen kann. Klasse geht also vor Masse! Vor dem Löschen der Unterseite prüfe unbedingt ob Backlinks bestehen. In diesem Fall empfiehlt sich eine entsprechende Weiterleitung (301-Redirect). Denke auch daran interne Verlinkungen auf diese Seite zu entfernen.


Schritt 6

Rohstoff-Glossar stets aktuell halten


Schon kleine Änderungen an den Seiten können sich positiv auf das Ranking auswirken. Gibt es neue Produkte mit dem Inhaltsstoff, dann füge eine Verlinkung hinzu. Hat ein Blogger oder Influencer positiv berichtet, dann könntest du eine externe Verlinkung hinzufügen. Beziehst du einen Rohstoff neuerdings in einer besseren Qualität oder aus regionalem Anbau? Neue Studien, Erkenntnisse oder Artikel zum Beispiel von Öko-Test oder Waren-Test könnten die Leser ebenfalls interessieren. Aktuelle Informationen schaffen außerdem Vertrauen und zeugen von der Kompetenz als Marke.


Los geht's


Nun weißt du wie es geht und kannst mit dem Schreiben deines Rohstoff-Glossar beginnen. Hast du währenddessen Fragen oder möchtest im Anschluss ein Feedback für den perfekten Schliff und das bestmögliche Ranking? Dann melde dich bei mir.


Herzliche Grüße

Lisa denkt Naturkosmetik





FAQ zum Thema Naturkosmetik Rohstoff-Glossar


Was ist ein Naturkosmetik-Rohstoff-Glossar?

Warum ist ein Rohstoff-Glossar für Naturkosmetikmarken wichtig?

Wie beginnt man mit der Erstellung eines Rohstoff-Glossars?

Welche Informationen sollte ein Rohstoff-Glossar enthalten?

Wie häufig sollte ein Rohstoff-Glossar aktualisiert werden?

Wie misst man den Erfolg eines Rohstoff-Glossars?


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